5 Fragen an: Medienmanager Klaus Kretzer

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Die Medienbranche unterliegt einem steten Wandel. Die Jobmöglichkeiten sind vielfältig und die Arbeitsfelder erfordern ein hohes Maß an Kreativität. Klaus Kretzer ist Medien- und Markenmanager und Geschäftsführer Kreation bei u+i interact. Er wagt einen mutigen Blick in die Zukunft der Medienbranche und gibt Interessierten Tipps.

1Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie in die Branche eingestiegen sind?

Ich bin ein typischer Quereinsteiger: Als Teenager wurde ich inspiriert von Hip-Hop und Graffiti – natürlich nur passiv. Marken und Medien haben mich schon immer fasziniert. Irgendwann entschied ich mich für ein Lehramtsstudium für die Primarstufe, samt Abbruch. Danach absolvierte ich eine Ausbildung zum Mediengestalter, arbeitete als freier Grafiker und gründete schließlich eine Kommunikationsagentur.

2Was ist das Beste an Ihrem Beruf?

Klaus Kretzer ist Geschäftsführer Kreation bei u+i interact .

Der ständige Wandel, die Kreativität der Beteiligten und die sich dadurch entfaltenden Möglichkeiten. Zur Faszination Medienbrache gehören auch die vielen verschiedenen Menschen, mit denen ich oftmals langfristig zusammenarbeite. Ich schätze die wertvollen Diskussionen und den regen Austausch zu Trends, die neue Kontaktpunkte bieten. Ich lerne täglich dazu. Dadurch wird es für mich nie langweilig. Gerade im Bereich der Medien haben wir in den vergangenen Jahren grundlegende Veränderungen erlebt. Die Art, wie Menschen heute mit Medien umgehen, ist komplett neu. Es sind neue Formen des Medienkonsums (z.B. Binge Watching) und alternative Vergütungsmethoden für Medienschaffende entstanden (iTunes, Spotify, Apple Music).

3Was war das bislang spannendste Projekt und warum?

Eines vorweg: Ich liebe den Job als Medienmanager. Und ich bin immer mit Herzblut dabei, wenn ich mit meinen Kollegen und Auftraggebern auf Augenhöhe kommunizieren und arbeiten kann. In bleibender Erinnerung ist mir aber vor allem dieses Projekt geblieben: Wir haben vor kurzem die Marke inklusive des Corporate- und Interior Designs für die Mole gestaltet, dem neuen Restaurant und Bar des Factory Hotels – einem Designhotel in Münster. Das Leitmotiv war „Moderne Hafenkneipe“. Das hat allen Beteiligten wahnsinnig Spaß gemacht.

4Welche Veränderungen wird es in Zukunft im Medienbereich geben?

Statische Medien werden weiter durch Dynamische abgelöst. Das bedeutet: Fernsehen oder Tageszeitungen wird es in dieser Form nicht mehr lange geben. Unser Zuhause wird ein komplett vernetzter Teil des Internet of Things bzw. Internet of Services sein. Spezielle Hardware zum Medienkonsum wird unwichtiger, weil die Software von Apple, google & Co. immer Geräteunabhängiger funktioniert.

5Welchen Tipp geben Sie Berufseinsteigern, die als Medienmanager arbeiten wollen?

Es ist sinnvoll, alles auszuprobieren. Gerade in Deutschland müssen wir noch lernen, Fehler und Scheitern als Teil der persönlichen Entwicklung zu akzeptieren. Sie passieren einfach. Natürlich brauchen wir weiterhin ausgewiesene Experten in ihren jeweiligen Gebieten. In vielen Branchen aber wird es immer wichtiger, ein breites Erfahrungsspektrum zu haben, als auf einen Teilbereich spezialisiert zu sein. Die Welt wird vernetzter, die Aufgaben herausfordernder. Was wir früher auswendig gelernt haben, gibt es heute innerhalb von Bruchteilen von Sekunden zum Abruf. Wichtiger ist Analysefähigkeit, Kreativität und Flexibilität.


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Patrick Schöwe hat internationales Marketing studiert und war mehrere Jahre in einem Handelsunternehmen als Eventmanager und Manager für neue Medien und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Beim IST ist er für die Bereiche Marketing und Pressearbeit zuständig und betreut den Blog der IST-Hochschule. Parallel dazu macht er berufsbegleitend seinen Master-Abschluss in Wirtschaftspsychologie.

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