7 Eigenschaften, die ein Eventmanager braucht

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Der Beruf des Eventmanagers ist vielseitig und abwechslungsreich. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum er bei jungen Menschen so beliebt ist. Doch stimmt die Vorstellung des Berufsfelds mit der Realität überein? Mir persönlich gefällt der Job im Eventmanagement sehr, allerdings kann ich Ihn nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Denn die Branche unterscheidet sich von anderen und ist nicht für jeden Charaktertyp geeignet und einige Eigenschaften sollte ein Eventmanager mitbringen:

Wenn die Veranstaltung (gut) läuft, fällt der Stress ab

1Stressresistenz

Bei einem Event müssen vereinbarten Leistungen zum Zeitpunkt X perfekt umgesetzt sein. Je näher der Event kommt, desto stärker werden die Stresssymptome. Wurde an alles gedacht? Was muss noch alles erledigt werden und bis wann? Was denkt der Auftraggeber?
Der hier entstehende Stress ist wichtig und erforderlich, damit die vielen kleinen und großen Aufgaben fristgerecht erledigen oder koordinieren werden können. Der Stress wird zum Leistungsmotor. Das funktioniert aber nur für eine bestimmte Zeit. Irgendwann ist die Veranstaltung durchgeführt und Stress fällt wieder ab. Ein tolles Gefühl. Doch um so weit zu kommen muss man erstmal lernen, dass Stress auch etwas positives sein kann und Ihn zur Steigerung der Effektivität nutzen!

2Flexibilität

Viele Events finden außerhalb geregelter Arbeitszeiten statt. Eine Abendveranstaltung hier, ein Wochenende dort. Wer einen „9-5-Job“ sucht, hat im Eventmanagement nichts verloren. Mein Arbeitsplatz wechselt häufig und es gibt immer wieder neue Situationen, die es zu meistern gilt. Dabei vergisst man auch mal die „Stechuhr“ und das ist für mich und meine Mitarbeiter okay.

3Konfliktlösungskompetenz

„Wo gehobelt wird, fallen Späne“ – Dieses Sprichwort trifft auf das Eventmanagement besonders zu. Wo große Veranstaltungen mit vielen verschiedenen Parteien organisiert werden, werden auch Fehler gemacht. Der erfahrene Eventmanager weiß nicht nur, wie er die Kohlen wieder aus dem Feuer holt, sondern reflektiert nach der Veranstaltung auch, welche Fehler vermeidbar waren und an welcher Stelle er selbst vielleicht Fehler gemacht hat. Die dauerhafte Reflexion ist wichtig, damit man seine eigenen Stärken und Schwächen kennt und lernt, damit besser umzugehen. Mit Erfahrung und Routine reduziert sich dann auch der negative Stressfaktor.

4Entscheidungskompetenz

Bei der Eventumsetzung darf man manchmal nicht lange fackeln! Manche Entscheidungen müssen sofort und verantwortlich getroffen werden – mit all seinen Konsequenzen. Was für den Berufseinsteiger vielleicht erstmal unangenehm ist, wird aber schnell zur Routine. Das schöne ist: „Entscheiden“ kann man lernen!

Genauso wichtig wie das treffen von Entscheidungen ist, die Entscheidung von anderen zu akzeptieren. Denn Eventmanagement ist ein „Teamsport“ und dabei müssen alle an einem Strang ziehen. Wenn das Team oder ein Vorgesetzter eine Entscheidung getroffen hat, gilt es diese zu akzeptieren und bestmöglich umzusetzen – auch wenn du es vielleicht anders gemacht hättest.

Der Ton macht die Musik – stimmt nur bedingt!

5Anpassungsfähigkeit

Der Ton macht die Musik… gilt für Eventmanager nur bedingt. Ein gepflegter Umgangston ist natürlich grundsätzlich genauso wichtig wie woanders auch. Aber wenn alle Mitarbeiter Vollgas geben und irgendetwas unglaublich dringend gemacht werden muss, kann es auch mal rauer werden und „Bitte“ und „Danke“ fallen unter den Tisch. Das hat aber nicht unbedingt etwas mit fehlender Wertschätzung zu tun. Bei Events arbeiten ganz unterschiedlichen Personen zusammen, die in ihrem Berufsalltag ganz unterschiedliche Arbeitsweisen kennen. Vom vornehmen Vertreter eines Unternehmens bis hin zum super lockeren Bühnenbauer gibt es ganz unterschiedliche Charaktertypen. Die Herausforderung, sich auf unterschiedliche Personen einzustellen und auf unterschiedliche Weisen zu kommunizieren, ist spannend und kann auch sehr viel Spaß machen.

Kleine Effekte und kreative Ideen machen ein Event zu etwas besonderem

6Kreativität

Kreativität ist in der Eventbranche besonders wichtig. Ein besonders schöner Event unterscheidet sich (organisatorisch) manchmal nur marginal von einem Event, dass niemand in Erinnerung behält. Kleine Details und eine besondere Atmosphäre können den Unterschied machen. Wenn ein Eventmanager einen Auftrag mit „Schlagen Sie mir doch mal eine Umsetzung vor!“ erhält, sollte das nicht als unangenehm, sondern als herausfordernde Aufgabe wahrgenommen werden – mit der Chance Kunden und Teilnehmer zu begeistern.

7Selbstbewusstsein

Eigene Ideen zu vertreten und professionell zu präsentieren, ist genauso wichtig, wie die Idee selbst. Eine gute Vorbereitung und ein selbstsicheres Auftreten sind sehr wichtig. Aber auch, wenn der Auftrag an Land gezogen wurde, bleibt eine professionelle (Selbst-)Präsentation wichtig. Denn auch Partner und Dienstleister erwarten, dass der Eventmanager hinter seinen Ideen und Plänen steht und weiß, was zu tun ist. Diese Selbstsicherheit entsteht, wenn man Erfahrung sammelt und sich regelmäßig selbst reflektiert.

Wer sich mit diesen Besonderheiten der Branche anfreunden kann, für den ist ein Job als Eventmanager genau das Richtige!

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Daniel Arzt hat eine Weiterbildung zum Eventmanager absoviert und ist Geschäftsführer der Eventagentur „A&B EVENT UG“, die er in Braunschweig gegründet hat. Die Agentur veranstaltet zahlreiche Unterhaltungsveranstaltungen und organisiert Businessevents für namhaften Kunden. Parallel zu seiner Selbstständigkeit studiert er Kommunikation & Eventmanagement an der IST-Hochschule für Management.

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