Fitness-Hype geht weiter

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Handfest: Die Zahlen zur Fitnessbranche belegen den Fitness-Hype.
Handfest: Die Zahlen zur Fitnessbranche belegen den Fitness-Hype.

Der Fitness-Hype in der Fitnessbranche geht weiter – das belegen die aktuellen Zahlen für 2016. Neben der Anzahl an Studios, Mitgliedern und Angestellten in der Fitnessbranche steigen auch die Erwartungen der Kunden. Um diese zu erfüllen, benötigen die Fitnessclubs gutes Personal. Denn damit steht und fällt der Erfolg.

Rekordbesuch auf der FIBO

Neue Fitnessclubs eröffnen in manchen Städten häufiger als Imbissbuden. Große Ketten mit Dumpingpreisen und 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen die Woche konkurrieren mit gesundheitsorientierten Qualitätsstudios, die oftmals noch über Zusatzangebote wie eine Sauna verfügen. Das Angebot ist riesig – die Nachfrage auch. Das hat abermals der Besucherandrang auf der FIBO, der internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, gezeigt.

Insgesamt kamen an den vier Tagen 153.000 Besucher nach Köln, darunter 83.000 Fachbesucher aus mehr als 100 Nationen. Die Messe verzeichnete ein Plus von 32 Prozent bei der Zahl der Aussteller, eine Flächenerweiterung um 23 Prozent und zwölf Prozent mehr Besucher. 960 Aussteller – und damit über 200 mehr als im Vorjahr – präsentierten auf einer Fläche von 160.000 m² aktuelle Trends und Neuheiten aus der Fitness- und Gesundheitsbranche. Für Privatbesucher war die FIBO bereits vor Messestart ausverkauft. Das bestätigt einmal mehr den Fitness-Hype der vergangenen Jahre.

Mehr Fitnessanlagen – mehr Trainierende

Laut der Eckdatenstudie 2016 des Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) ist die Anzahl der Fitnesstreibenden in Deutschland so hoch wie nie. Mit 11,6 Prozent nochmal 0,4 Prozent höher als im Vorjahr. 9,46 Millionen Deutsche sind aktuell in einer Fitnesseinrichtung angemeldet – damit hat die Fitnessbranche noch mehr Mitglieder als der Fußball (6,89 Millionen Mitglieder). Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Trainierenden noch bei rund neun Millionen. Für 2020 prognostiziert der DSSV sogar zwölf Millionen Mitglieder. Mit der Zahl der Fitnesstreibenden steigt auch die Zahl der Fitnessstudios. Diese hat sich um rund 300 auf nunmehr 8.332 Anlagen erhöht.

Die Muskeln wachsen - der Arbeitsmarkt dank des Fitness-Hypes auch.
Die Muskeln wachsen – der Arbeitsmarkt dank des Fitness-Hypes auch.

Viele Jobs durch Fitness-Hype

Insgesamt kommt die Fitnessbranche auf einen Gesamtumsatz von 4,83 Milliarden Euro im Jahr 2015. Das ist ein Zuwachs von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Der durchschnittliche Jahresumsatz von Einzelbetrieben lag bei rund 580.000 Euro im Jahr, der von Kettenbetrieben bei knapp über einer Million Euro. Je Mitglied ergibt sich ein Umsatz von 510 Euro pro Jahr.

Auch das IST war wieder auf der Fibo vertreten.
Auch das IST war wieder auf der Fibo vertreten.

Aktuell sind in den circa 8.300 Fitnesseinrichtungen knapp 206.000 Personen beschäftigt, das entspricht durchschnittlich 25 Mitarbeitern pro Anlage. Dabei setzen die Unternehmen zunehmend auf gut ausgebildetes Personal. Rund 95 Prozent der Betriebe gaben an, ihre Mitarbeiter weitergebildet zu haben. 3.700 Unternehmen setzten 2015 auf den Einsatz von Studierenden. Sie profitieren vor allem von den dualen Studiengängen.

Vom Präventionsgesetz profitieren

Dass immer mehr Unternehmen auf gut ausgebildete Studenten setzen, liegt auch am sogenannten Präventionsgesetz. Denn dieses verpflichtet Kostenträger wie beispielsweise Krankenkassen seit Anfang 2016, zur Verbesserung des Gesundheitszustandes ihrer Versicherten mehr Geld auszugeben. Davon profitieren die Fitnesseinrichtungen aber nur, wenn sie entsprechend erstattungsfähige Leistungen anbieten. Dazu brauchen sie Kursangebote und qualifizierte Kursleiter, die gemäß §20 SGB V durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) anerkannt werden. Das beduetet: Nur zertifizierte Präventionskurse können von den Kostenträgern erstattet werden. Und um solche Kurse anbieten zu können, brauchen die Fitnesseinrichtungen entsprechendes Personal, beispielsweise Absolventen des Bachelorstudiengangs „Fitness and Health Management“.

Die kommende FIBO in Köln findet übrigens vom 6. bis 9. April 2017 statt – dann mit neuen Trainingserkenntnissen, Geräten, Trends – und sicher auch neuen Zahlen zum Fitness-Hype.

Das IST-Studieninstitut ist ein Spezialist für Weiterbildungen und Trainingslizenzen in der Fitness-Branche. An der IST-Hochschule für Management können zudem fitnessspezifische Bachelor-Studiengänge belegt werden.

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Daniel Duhr hat nach seinem Studium "Sportwissenschaft und Spanisch" bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert, für die er viele Jahre als Journalist tätig war. Außerdem hat er als freier Mitarbeiter und Redakteur für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Westdeutsche Zeitung (WZ), den Sport-Informations-Dienst (SID) und die Costa del Sol Nachrichten. Nach vier Jahren als Redakteur in einer Kommunikations-Agentur arbeitet er jetzt beim IST in der Marketing- und Presseabteilung.

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