Online-Marketing-Trends für Bäder-, Wellness & Gesundheitsbetriebe

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Die Mediennutzung beim Gast hat sich verändert. Wenn Bäder-, Wellness & Gesundheitsbetriebe ihre Dienstleistungen vermarkten, wird es über klassische Vermarktungswege immer schwieriger, den potentiellen Gast auch wirklich zu erreichen. Seitens des Gastes besteht eine werbliche Überflutung über TV oder Printanzeigen, sodass so manche Werbung übersehen wird.

Die Kommunikation verlagert sich zunehmend in den Onlinebereich und auch die Nutzung mobiler Geräte hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Die folgenden Trends nennen führende Experten und Institute als die aktuellen Trends im Bereich Online-Marketing und werden in diesem Beitrag vorgestellt:

Online-Marketing wird für Bäder-, Freizeit- und Gesundheitsbetriebe immer wichtiger.
Online-Marketing wird für Bäder-, Freizeit- und Gesundheitsbetriebe immer wichtiger.

1SoLoMo

SoLoMo steht für die drei Dimensionen Social, Local und Mobile. Dabei steht Social für den Social Media Trend, d.h. die Nutzung von sozialen Netzwerken (Facebook, XING etc.), Blogs, Microblogging-Dienste (z.B. Twitter) sowie Foto- und Video-Sharing-Portale (z.B. Instagram oder YouTube). Durch die Popularität und Technik des mobilen Internets ist die Zahl der Benutzer mittlerweile auf mehr als 2,5 Milliarden Menschen gestiegen, die täglich im mobilen Internet surfen. Dadurch steigt auch die Nachfrage nach mobil nutzbaren Inhalten und Dank der Lokal Funktion über Maps und GPS, rückt auch die geografische Umgebung immer mehr in den Fokus.

Mit dem Smartphone ist es heutzutage möglich, sich problemlos in unbekannter Umgebung zu orientieren, ein Überblick über das gastronomische Angebot zu bekommen und alle Informationen der Umgebung anzeigen zulassen. Dabei sind Suchanfragen, wie z.B. „Schwimmbad Oberhausen“ sehr häufig. Durch die Kombination von Social Media, Location-based Services und dem mobilen Internet eröffnen sich dadurch ganz neue Wege für das Marketing und bieten neue Möglichkeiten an. Es gehört somit zur Pflicht jedes Freizeitunternehmens eine mobile, responsive Website zu erstellen und den Kunden auch über Social-Media-Kanäle zu informieren.

2App-Indexierung

App-Indexierung ist die logische Konsequenz von Google durch die vermehrte Nutzung von mobilen Endgeräten und ist eine Technik, die es ermöglicht, per Deep Link, Apps in den Suchergebnissen anzuzeigen, die dann per Klick zum Google Playstore führen. Durch das Update 2015 das die Mobilfreundlichkeit einer Webseite offiziell als Rankingfaktor bestätigt, ist es nun umso wichtiger, dass Webseiten für Smartphones und Tabletts optimiert werden.

3Digitale Customer Journey

Digitale Customer Journey beschreibt den Weg, den ein Kunde durchläuft und welche Phasen er vom Erstkontakt bis hin zum Kauf in einem Onlineshop bzw. Badbesuch durchlebt. Wichtig ist es, alle Touchpoints, Social-Media-Plattformen und traditionelle Marketing-Maßnahmen zu optimieren und das bisher ungenutzte Potenzial aufzudecken. Der Weg des Users muss dabei genau analysiert werden, damit zielgerichtet die optimalen Marketingmaßnahmen eingesetzt werden können. Zu dem gibt es direkte Interaktionspunkte zwischen Kunde und Unternehmen, wie z.B. eine Anzeige oder ein Werbespot, als auch indirekte Kontaktpunkte, an denen die Meinung Dritter über eine Marke, ein Produkt oder eine Serviceleistung eingeholt wird (Bewertungsportale, Userforum, Blogs usw.).

4Content Marketing

Content Marketing hat zum Ziel, die Multiplikatoren in sozialen Netzwerken zu suchen, in Kontakt zu treten, ein Sharing oder eine Erwähnung zu erreichen und Content-Marketing langfristig zu planen. Beispiel: Backstage-Führung für Gewinner einer Zeitungsverlosung, das Unternehmen stellt dem Medium spannende Texte (Content) zur Verfügung. Beim Content/Inhalt sollte man möglichst kreativ werden. Hier kann man zum Beispiel Videos oder Infografiken erstellen und verwenden.

5Real-Time Content

Real-Time Content ist im Trend, denn der User möchte seine Informationen nunmehr nicht nur durch Zeitung und Fernsehen erhalten, sondern zu jeder Zeit und in Echtzeit online. Trending Topics können genutzt werden, um Interaktionen mit der Community auszulösen. Diese Art der Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Durch kreative Inhalte, die sich auf ein aktuelles Thema beziehen, kann das Interesse der Follower geweckt und ein Überraschungseffekt ausgelöst werden. Diese Art von Content ist keine klassische Marketingmaßnahme mehr, sondern viel mehr eine Bereicherung für den Benutzer.

6Digitales Employer Branding

Digitales Employer Branding bedeutet, dass Sie Ihre Arbeitgebermarke durch den Einbezug von sozialen Medien, attraktiver darstellen. Ziel ist es, neue Mitarbeiter zu finden und bestehende an das Unternehmen zu binden. Dabei sollten Sie Ihre eigene Karriere-Webseite, als wichtigstes und vor allem am besten steuerbares Element zur Präsentation der Arbeitgebermarke verwenden. Die am häufigsten eingesetzten Social Media Kanäle sind: Facebook, Instagram, XING, Linked-In, Twitter und YouTube. Eine günstige Alternative ist z.B. seine Stellenanzeige bei XING einzustellen und sein Personal in bestimmten Job-Facebook-Gruppen zu suchen.

7WhatsApp

WhatsApp ist in Deutschland extrem verbreitet. Mit der bekannten Kommunikationsapp schreiben viele Gäste mit Freunden und organisieren Treffen und bleiben im Kontakt. Immer mehr Freizeitbetriebe nutzen nun auch die App für ihr Marketing. So gibt es z.B. erste Schwimmbäder oder Konzerthalle, welche mit einer eigenen Whatsapp-Nummer Anfragen beantworten oder Newsletter verschicken. Die Kosten für einen solchen Service sind eher gering und das Unternehmen erhält einen persönlichen Draht zu seinen Gästen.

Fazit:

So wie sich das Online-Marketing bis heute gewandelt hat, wird es sich auch in der Zukunft wandeln. Immer neuere Technik erscheint auf den Markt und bereits jetzt geht es einen Schritt weiter. Dank Virtual Reality oder der Google Glass Brille werden sich neue Möglichkeiten ergeben und bereits vorhandene noch stärker eingebunden. Als Freizeitunternehmen sollte man die neuen Möglichkeiten kennen und möglichst vernetzt in das bestehende Marketing einbauen.

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Timo Schirmer ist Betriebswirt mit dem Schwerpunkt „Marketing & Betrieb“. Nach seinem BWL-Studium „Sport- und Eventmanagement“ an der renommierten Business School BITS Iserlohn, organisierte er den Großevent „NRW-Tag“ in Hamm mit und machte seine erste Berufserfahrung als Marketingmanager in der Maximare Erlebnistherme Bad Hamm. Nach wenigen Monaten wurde er Betrieb- und Personalleitung in der Therme AQUApark Oberhausen. Hier ist er für sämtliche Bereiche des Spaßbades und den Yachthafen Marina Oberhausen verantwortlich. Zudem ist er als Projektmanager für die PROVA Unternehmensberatung in verschiedenen Projekten deutschlandweit in Sauna- und Freizeitbetrieben tätig.

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