So geht es für Profisportler nach der Karriere weiter

Fußballer Christian Weber, Eishockeyspieler Tim Schüle und Volleyballerin Angelina Hübner – ihre sportlichen Werdegänge sind unterschiedlich. Und doch vereint die drei Profisportler eines: Sie haben sich frühzeitig Gedanken gemacht über ihre Karriere nach der Profikarriere. Aus unterschiedlichen Beweggründen.

Faktor Verletzungen

Wie zerbrechlich eine Karriere als Profisportler sein kann, wurde Tim Schüle Ende des vergangenen Jahres deutlich. Der Verteidiger der DEG zog sich im Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers am 28. Dezember einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zu. Er fiel mehrere Wochen aus und kämpfte sich mühsam zurück in die Mannschaft, die sich in der Zwischenzeit an die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga gesiegt hatte. Erst Ende Februar konnte er wieder ins Training und in den Spielbetrieb einsteigen. „Verletzungen können einen immer treffen. Da ist es wichtig, vorzusorgen.“ Das hatte Schüle getan. Frühzeitig entschied er sich für ein „Sportmanagement“-Fernstudium am IST-Studieninstitut in Düsseldorf.

Treffen sich beim IST: Die Eishockey-Profis Bernhard Ebner und Tim Schüle (links, DEG) und Daniel Pietta und Martin Schymainski (recht, KEV)
Treffen sich beim IST: Die Eishockey-Profis Bernhard Ebner und Tim Schüle (links, DEG) und Daniel Pietta und Martin Schymainski (recht, KEV)

„Das Gute ist, dass ich als Profisportler meine Lernzeiten flexibel einteilen kann. So kann ich beispielsweise auf der Rückreise von Auswärtsspielen mir die Online-Vorlesungen auf dem Laptop anschauen oder schnappe mir die Studienhefte.“ Sehr bald wird Schüle wieder die Gelegenheit haben: Die DEG startet am 16. März in die Playoffs mit einem Auswärtsspiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg. Busfahrt: Knapp fünf Stunden.

 Faktor Perspektive

Auf eine lange Karriere als Profisportler blickt Fußballer Christian Weber zurück. Der Verteidiger, der derzeit für die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf in der viertklassigen Regionalliga spielt, absolvierte 12 Bundesliga-Spiele für den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf und 259 Zweitliga-Spiele für den 1. FC Saarbrücken, Greuther Fürth, den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf. Bei der Fortuna fand er schließlich seine sportliche Heimat und stieg mit der Fortuna 2012 in die Bundesliga auf. Nach einem anschließenden, nur viermonatigen Intermezzo bei Drittligist Alemannia Aachen wurde Weber einiges vor Augen geführt: Die Alemannia musste in der Saison 2012/2013 Insolvenz anmelden. „Als ich von der Alemannia zurück zur Fortuna gehen konnte, habe ich gemerkt, wie schnell es im Sport gehen kann“, sagt Weber. Aachen konnte ihm aufgrund finanzieller Nöte keine Perspektive mehr bieten, Fortuna ihm glücklicherweise schon.

Zum damaligen Zeitpunkt aber hatte Weber sich bereits für ein Fernstudium am IST-Studieninstitut entschieden. „Das entscheidende Argument für mich war die Flexibilität. Ich wusste, dass ich Vater werde. Ich war Profisportler und habe nebenbei bei der Zecco Sportkommunikation gearbeitet.“ Sein „Sportmanagement“-Fernstudium schloss er erfolgreich ab und arbeitet nun auf der Geschäftsstelle von Fortuna.

Faktor Vision

Angelina Hübner, geborene Grün, ist eine der erfolgreichsten deutschen Volleyballerinnen. Zweimal nahm sie als Mannschaftsführerin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen teil und führte sie zum Gewinn der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2003 und der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2011. Mit ihren Vereinen in Deutschland, Italien, der Türkei, Russland und Aserbaidschan gewann sie zahlreiche nationale und internationale Titel, unter anderem zweimal die Champions League.

Angelina Hübner ist eine erfolgreiche Athletenmanagerin.
Angelina Hübner ist eine erfolgreiche Athletenmanagerin.

Während ihrer Karriere hatte Hübner oft weitreichende Entscheidungen zu treffen. Ihre umfangreichen Erfahrungen im internationalen Sportbusiness wollte sie unbedingt an andere Profisportler weitergeben und sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Diese Vision veranlasste Hübner, die Agentur GreenFlameSports zu gründen und fortan als Athletenmanagerin unterwegs zu sein. „Damals entschloss ich mich, mit dem IST zusammenzuarbeiten, da ich selbst schon die Erfahrung gemacht hatte, wie wichtig es ist, sich neben dem Sport auch mit der beruflichen Karriere auseinanderzusetzen. Das IST bietet ein vielfältiges Angebot für die Sportler und unterstützt sie optimal und flexibel bei der Gestaltung des Studienablaufs. Die Kooperation ergänzt unser Konzept einer ganzheitlichen Beratung und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt Hübner.

Drei Profisportler, eine Motivation: Sich frühzeitig ein berufliches Standbein für die Karriere nach der Profikarriere aufzubauen.

Für alle Profisportler (und Nicht-Profisportler), die interessiert sind: Hier gibt es weitere Informationen zu den IST-Weiterbildungen Athletenmanagement und Sportmanagement
Nicolas Berthold

Nicolas Berthold

Nicolas Berthold hat Politikwissenschaft studiert und dann eine PR-Ausbildung sowie ein Volontariat zum Online-Journalisten absolviert. Er war über fünf Jahre als Onlineredakteur für eine der auflagenstärksten deutschen Tageszeitungen tätig.
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