Studieren ohne NC

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Studieren ohne NC ist der Wunsch vieler angehender Studenten.
Studieren ohne NC – wenn es funktioniert, entlockt das den Studierenden meist ein Lächeln.

Studieren ohne NC? Nach Meinung vieler angehender Studenten wohl eher „Casus knacksus: Numerus clausus“. Denn dieses vermeintliche Konstrukt schwebt wie ein Damoklesschwert über den Abiturienten. Und droht, die Studien- und Karriereträume schon vor dem ersten Mensabesuch zu durchschneiden. „Ist da ein NC drauf?“ „Welchen Schnitt brauche ich?“ „Da komme ich nie rein!“

Dabei ist das Prinzip der Zulassungsbeschränkung mittels Numerus clausus weitaus einfacher zu durchschauen als manch eine Vorlesung. Fakt ist: In der deutschen Hochschullandschaft gibt es Studienfächer, für die nur Interessenten mit einem bestimmten Abiturnoten-Schnitt zugelassen werden. „Alle sind scharf auf mich – nur der Numerus clausus nicht“, lautet dann oft der sarkastische Kommentar enttäuschter Schüler. Fakt ist aber auch: Der NC hängt von verschiedenen Faktoren ab: Studienfach, Studienort, Angebot, Nachfrage und Art der Hochschule. Dadurch besteht sehr oft die Möglichkeit, auch ohne NC zu studieren.

Was ist ein NC?

Numerus clausus ist lateinisch und bedeutet „Geschlossene Zahl“. Der NC steht für eine Zulassungsbegrenzung an Universitäten und Hochschulen und stellt mit seinem jeweiligen Wert eine Art Schranke dar. Der Wert richtet sich nach der aktuellen Kapazität der Hochschule für einen Studiengang. Beispiel: Eine Uni kann im Wintersemester 2016/17 maximal 200 neue Studenten aufnehmen. Es bewerben sich aber 1.000 Interessenten. Dann bekommt nur jeder fünfte einen Studienplatz. Für die Auswahl der 200 Studierenden ist der NC eines von drei Kriterien. Je besser der Abiturdurchschnitt, desto größer die Chance, zugelassen zu werden. Liegt der NC für Medizin in dem Semester bei 1,2, so bedeutet das, dass der letzte aufgrund des Abiturschnitts noch zugelassene Student sein Abi mit 1,2 gemacht hat. 20 Prozent der Plätze werden über den NC verteilt.

Welche weiteren Zulassungsbeschränkungen gibt es?

Ebenso wie über die Abiturnote, werden an staatlichen Hochschulen auch über die Wartezeit 20 Prozent der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern vergeben. Das Prinzip ist gleich: Liegt die Anzahl erforderlicher Wartesemester bei 13, hat der letzte aufgrund seiner Wartezeit noch zugelassene Student vor sechseinhalb Jahren sein Abitur gemacht.

Die verbleibenden 60 Prozent der Plätze werden nach Kriterien verteilt, die jede Hochschule selbst festlegen darf. Dazu zählen beispielsweise Berufserfahrung, fachspezifische Tests und Auswahlgespräche. Oder über NC, wodurch sich im Einzelfall der Anteil der per NC vergebenen Plätze erhöhen kann. Wo welche Fächer mit welchen Zulassungsbeschränkungen versehen sind, haben die Bundesländer auf den Seiten der jeweiligen Bildungsministerien zusammengestellt, in Nordrhein-Westfalen beispielsweise hier.

Wo ist studieren ohne NC möglich?

Wo studieren ohne NC möglich ist, hängt natürlich vom Fach ab. Viele Fächer werden ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Schwierig wird es immer dann, wenn ein Fach sehr begehrt ist, ein Studiengang nicht besonders oft angeboten wird oder in Ballungsgebieten einfach zu viele Interessenten vorhanden sind. Eine Ausnahme, selbst bei äußerst beliebten Fächern wie Sportbusiness Management, sind die privaten Hochschulen. Sie bieten ihre Studiengänge in aller Regel ohne Zulassungsbeschränkungen an.

Warum gibt es an privaten Hochschulen keinen NC?

Private Hochschulen sind in ihren Kapazitäten nicht beschränkt. Sie können flexibel auf die Nachfrage reagieren und stimmen ihre Angebote exakt auf die Bedürfnisse der Studierenden ab. Kommt es in beliebten Fächern zu mehr Anfragen, können sie problemlos weitere Räume, Dozenten und sonstige Ressourcen mobilisieren. Denn: Je mehr Studenten eine private Hochschule hat, desto mehr Geld verdient sie auch. Schon dadurch wären selbst eingeführte Zulassungsbeschränkungen für private Hochschulen kontraproduktiv.

Ist studieren ohne NC an einer privaten Hochschule teuer?

Qualität hat ihren Preis – auch bei Bildung. Doch deswegen sollte sich niemand bei der Wahl seines Hochschulstudiums von den Gebühren abschrecken lassen. Denn zum einen verdienen Akademiker deutlich mehr als Berufstätige ohne Studium. So ist das Konto schnell wieder ausgeglichen. Außerdem sollte doch die entscheidende Frage sein: Was möchte ich beruflich erreichen? Sich durch einen zu hohen NC oder Studiengebühren von seinem Berufstraum zu verabschieden, ist sicherlich der falsche Weg. Zudem viele private Hochschulen ausgezeichnete Fördermöglichkeiten anbieten.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Neben speziellen Rabatten, die private Hochschulen ihren Studierenden gewähren, gibt es die Möglichkeit der Finanzierung. Dazu zählt zum Beispiel die klassische BAföG-Variante, ein zinsloses Darlehen über maximal 10.000 Euro, das per Bundesausbildungsförderungsgesetz gewährt wird. Hinzu kommen der ebenfalls recht populäre Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Option, die Studiengebühren von der Steuer abzuschreiben.

Fazit

Wer einmal ein Studium an einer privaten Hochschule begonnen hat, ist meist positiv überrascht von den Vorteilen. Studieren ohne NC, eine deutlich intensivere und persönlichere Betreuung im Vergleich zu den meisten staatlichen Hochschulen, extrem gut in die Praxis vernetzte Professoren und Dozenten sowie modernste Studienmittel verleihen dem Studium viel Qualität. Wenn man das berücksichtigt, ist das Studium an einer privaten Hochschule vergleichsweise preiswert.


Studieren ohne NC: An der staatlich anerkannte IST-Hochschule für Management könnt ihr Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Sport & Management, Fitness & Health, Tourismus & Hospitality sowie Event, Medien und Kommunikation belegen.

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Daniel Duhr hat nach seinem Studium "Sportwissenschaft und Spanisch" bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert, für die er viele Jahre als Journalist tätig war. Außerdem hat er als freier Mitarbeiter und Redakteur für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Westdeutsche Zeitung (WZ), den Sport-Informations-Dienst (SID) und die Costa del Sol Nachrichten. Nach vier Jahren als Redakteur in einer Kommunikations-Agentur arbeitet er jetzt beim IST in der Marketing- und Presseabteilung.

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