Unternehmen investieren Milliarden in Hochschulbildung

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Rund 2,51 Milliarden Euro investierten deutsche Unternehmen in 2012 in die Hochschulbildung. Das belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, die dazu über 1.300 Rückmeldungen von Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern ausgewertet hat.

Aus der Studie geht hervor, dass das duale Studium dabei das größte Investitionsfeld ausmacht, mit einigem Abstand gefolgt von Praktika und dann Mitarbeitern, die ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Die am häufigsten genannten Gründe für diese Investitionen sind die bessere Möglichkeit der Rekrutierung von Fachkräften, die Stärkung der Praxisorientierung von Studierenden und die Stärkung von speziellen Fachrichtungen, die zum Unternehmen passen. Diese Ziele werden in allen Fällen mit über 50 Prozent erreicht, die Stärkung der Praxisorientierung gelingt dabei sogar bei mehr als zwei drittel der Unternehmen.

Welche Aspekte sind für Unternehmen wichtig?

Christoph Sochart eröffnet den 1. Düsseldorfer Hochschultag - Ein Event zur Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen.
Christoph Sochart eröffnet den 1. Düsseldorfer Hochschultag – Ein Event zur Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen.

Der Aspekt „Praxisorientierung bei der Theorievermittlung“ spielt auch bei der Entscheidung für eine Investition und die Zusammenarbeit mit einer Hochschule eine wichtige Rolle, was fast 90 Prozent der befragten Unternehmen bestätigen. Die Möglichkeit, das Lehrangebot so zu organisieren, dass nur geringe bis keine Einschränkungen in der Ausübung der Berufstätigkeit entstehen, wird ebenfalls als sehr wichtig erachtet. Flexibilität im Studium und eine individuelle Abstimmung bei der Ausgestaltung der Praxisphasen, Anrechnung von Leistungen und speziell auf Unternehmensanforderungen zugeschnittene Weiterbildungsangebote sind weitere wichtige Aspekte. Auch die Ortsunabhängigkeit von Lehrangeboten beispielsweise durch Online-Kurse ist für fast 50 Prozent der Unternehmen ein entscheidungsrelevanter Aspekt.

Wenig überraschend: Bei der Auswahl von Hochschulen als Kooperationspartner ist für Unternehmen vor allem das spezifische Fachprofil der Hochschule von Bedeutung. Darauf folgen aber auch schon „weiche Faktoren“ wie regionale Nähe und persönliche Kontakte, die Vertrauen und damit eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit schaffen. Fazit und Handlungsempfehlung der Studie ist, dass Unternehmen und Hochschulen persönliche und regionale Kontakte pflegen und in enger Zusammenarbeit Studienangebote entwickeln und durchführen sollten, von denen Unternehmen und Studierende gleichermaßen profitieren.

Regionale Vernetzung als Erfolgsfaktor

Die Initiatoren des Events von links nach rechts: Christoph Sochart, Patrick Schöwe und Wolfram Brecht.
Die Initiatoren des Events von links nach rechts: Christoph Sochart, Patrick Schöwe und Wolfram Brecht.

Um die Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen in der Region voranzutreiben, luden der Düsseldorfer Ausbilderkreis e.V. und die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. am 7. März 2016 zum „1. Düsseldorfer Hochschultag – Innovative Studiengänge und Kooperationsmöglichkeiten als Chance für Arbeitgeber“ ein, der im Seminarzentrum der IST-Hochschule für Management stattfand. Unternehmen hatten hier die Möglichkeit, sich in kürzester Zeit umfassend über die verschiedenen Studienangebote und –varianten zu informieren, die von 12 regional vertretenden Hochschulen präsentiert wurden.

Auch in Zukunft soll das Netzwerk zwischen Hochschulen und Unternehmen in der Region weiter gestärkt werden. Das ist nicht nur eine Empfehlung der Studie, sondern auch das Fazit der Teilnehmer dieser Erstveranstaltung.

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Patrick Schöwe hat "International Marketing" studiert und war mehrere Jahre in einem Handelsunternehmen als Eventmanager und später als Manager für neue Medien und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Danach war er für ein Jahr als Blogger auf Weltreise. Beim IST ist er für die Bereiche Marketing, Pressearbeit, Messeorganisation und den Blog der IST-Hochschule zuständig.

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